Digital (Health) Games – eine Idee für trendige BGM-Projekte?

Fotolia_6625016_XS_originaölSmart Phones, Gesundheit, Stadtplanung – drei Begriffe, auf den ersten Blick kein Zusammenhang. Und doch gibt es ihn, zumindest theoretisch.

An der TU Darmstadt beschäftigt sich eine Forschungsgruppe mit „Digitalen Stadtspielen„. Hier geht es nicht um Geocaching- denn nicht nur die Umgebung, in der sich der Spieler befindet spielt eine Rolle, sondern auch seine Vitaldaten, wie Puls-  und Stresslevel. Auch sie beeinflussen das Spielgeschehen.

Für Unternehmen?

Das hört sich tatsächlich etwas nach Science Fiction an, aber warum nicht einmal darüber nachdenken – die Vitaldaten zunächst einmal außer acht gelassen. Wie könnten Firmen von diesem Live-Spiel-Trend profitieren? Was könnte der Gewinn für einen Spieler/Mitarbeiter sein? Wie müsste so ein „Spiel“ gestrickt sein? Vor allem, wenn es stimmt, das Geld letztlich kein wirklicher Anreiz ist.

Freiwilligkeit.

Zunächst einmal muss es freiwillig sein, ohne Rückschlussmöglichkeit auf die Identität des Spielers. Im Prinzip beginnt schon hier die Schwierigkeit, denn wenn das Spiel über den Server des Unternehmens läuft, ist jeder letzlich transparant. Also müsste dieses Spiel zwar intern stattfinden, aber über externe Server laufen, um Anonymität zu wahren.

Unternehmensprozesse.

Wie wäre es damit? Der Spieleführer (z. B. per Losverfahren gewählter Mitspieler) stellt einen Prozess im Unternehmen zur Verfügung. Die Mitspieler können jetzt jeder für sich oder in Teams (man hat auch die Möglichkeit, sich anoym in Teams zu finden), den Prozess zu optimieren. Hierfür gibt es eine Frist. Die Vorschläge werden eingereicht und die Spieler wählen den besten Prozess aus. So läuft das dann mit verschiedenen (verbesserungswürdigen) Abläufen? Würde das funktionieren? Einen Versuch wäre es allemal wert.

Gesundheit.

Oder ein Gesundheits-Fitness-Wettbewerb: wer legt die weiteste Strecke zurück, wer läuft am meisten Stufen, wer isst das gesündeste Essen? Hierfür müsste es eine App geben und eine wie auch immer geartete Möglichkeit, Punkte zusammeln. Z. B. mit bestimmten Strichcodes, die immer in der mittleren Ebene einer Treppe angebracht sind, die der „Teilnehmer“ per Smart Phone abscannt, bzw., wenn er ein bestimmtes Gericht in der Kantine verspeist. Denkbar wäre auch ein Gesundheitsquiz, das auf einer Leinwand oder auch als Bildschirmschoner läuft. Die Antworten könnten über das App eingegeben werden, genauso wie die Antworten auf (Gesundheits-)Fragen, die in unregelmäßigen Abständen in Unternehmens-Newslettern, schwarzen Brettern etc. gestellt werden. Und warum nicht auch mit Präventionskursen oder sonstigen Gesundheitsaktionen verknüpfen, von denen die Teilnehmer nicht wissen, ob sie dazugezählt werden? Zusätzlicher Punktegewinn per „default“.

Und der Gewinner ist…

Der Punktestand wird dann auf einem Portal veröffentlicht.  In diesem Spiel können Kollegen gegen Kollegen, Abteilungen gegen Abteilungen oder auch Unternehmen gegen Unternehmen antreten. Ob es tatsächlich etwas zu gewinnen geben soll, oder es nur darum geht, dabei zu sein, bleibt dann den Entwicklern dieses Spieles überlassen.

Wer weiß, vielleicht gibt es ja eines Tages tatsächlich solche „Unternehmensspiele“. Wie spielerische Elemente unser Verhalten im wahren Leben beeinflussen können, sehen Sie hier.

 

 

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